Termin: 17.05.2018 - ein weiterer Termin ist nach Absprache möglich

 

Die Leasing-Bilanzierung ist ein Bilanzierungsfeld, welchem sich kaum ein IFRS-Bilanzierer entziehen kann. Deshalb treffen die neuen Regelungen des IFRS 16 einen Großteil der IFRS-Anwender, und zwar vor allem Leasingnehmer. Während die Bilanzierungsregeln für Leasinggeber im Vergleich zum IAS 17 kaum Änderungen erfahren haben, führt der neue IFRS 16 zu einer grundlegend neu gestalteten Abbildung beim Leasingnehmer. Dabei hat der Leasingnehmer ein einheitliches Bilanzierungsmodell auf Basis des „right-of-use“-Konzepts anzuwenden, wodurch grds. sämtliche Vermögenswerte, aber auch Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in der Bilanz zu erfassen sind.


Insbesondere Leasingnehmer sind gut beraten, sich rechtzeitig und intensiv mit den neuen Regelungen auseinanderzusetzen und hierbei vor allem ein Augenmerk auf die Vielzahl der bislang als Operating-Lease klassifizierten Verträge zu richten. IFRS 16 kann zu weitreichenden Konsequenzen führen, die bspw. nicht nur die Bilanzstruktur und damit einhergehend geänderte Kennzahlen sowie ggf. Probleme bei Financial Covenants betreffen. Darüber hinaus sollten die Implikationen auf den Konzernkontenplan, die (Konzern-) Kapitalflussrechnung, die IC-Abstimmung und die Konsolidierungsmaßnahmen eingehend geprüft werden.


Fakt ist: Neben der detaillierten Vertragsanalyse müssen auch die Rechnungslegungsprozesse intensiv durchleuchtet und oftmals neu aufgesetzt werden. Der Workshop unterstützt Sie bei den anstehenden Fragestellungen und erfahrene Praktiker berichten über die anstehenden Änderungen in den Prozessen. Des Weiteren werden die buchhalterische Abbildung zentraler Bilanzierungssachverhalte von bisher als Operating-Lease klassifizierten Verträgen, vor allem beim Leasingnehmer, und ihre zum Teil signifikanten Auswirkungen auf den Konsolidierungsprozess erläutert.

 

IFRS 16 Workshop2018


Die Inhalte des Workshops im Einzelnen

1.    Grundlagen der Leasing-Bilanzierung beim Leasingnehmer nach dem „right-of-use“-Konzept sowie beim Leasinggeber in der Rolle einer Konzernobergesellschaft

2.    Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen zur Vermeidung der Klassifizierung als Leasing-Verhältnis

3.    IFRS 16 im Fokus der buchhalterischen Abbildung. U.a. werden folgende Sachverhalte behandelt; diese erstrecken sich teilweise über mehrere Buchungsperioden:

a.    Erst- und Folgebewertung eines „right-of-use“-Vermögenswerts
b.    Folge- und ggf. Neubewertung einer Leasingverbindlichkeit
c.    Bilanzierung von Änderungen eines bestehenden Leasingverhältnisses
d.    Bilanzierung von Sale-and-lease-back Transaktionen
e.    Bilanzierung von Untermietverhältnissen beim Hauptleasingnehmer
f.    Erstellung einer (Konzern-) Kapitalflussrechnung im Kontext von Leasingsachverhalten
g.    Identifizierung und Behandlung von verdeckten Leasingverhältnissen (Projektfinanzierungen, Outsourcing-Verträge (z. B. Auslagerung von IT und technischen Anlagen) oder Vorhaltung von kundengebundenen Werkzeugen und Formen)

4.    IFRS 16 im Kontext der Konzernrechnungslegung

a.    Anpassungen des Konzernkontenplans und Ausweisfragen
b.    Auswirkungen auf die IC-Abstimmung und die Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen dargestellt anhand

•    konzerninterner Outsourcing-Verträge (z. B. Auslagerung von IT und technischen Anlagen) und
•    konzerninterner Mietbeziehungen im Kontext des Anlagevermögens

5.    Konzepte des Übergangs auf IFRS 16: Behandlung von „Altverträgen“ im Lichte der beiden Umstellungsvarianten „retrospektive Anwendung“ oder „modifizierte retro-spektive Anwendung“

6.    Aktueller Stand des Umstellungsprojekts und lessons learned aus dem Blickwinkel des Metro-Konzerns

7.    Softwareseitige Umsetzung der Anforderungen aus IFRS 16 in SAP ERP-Umgebungen

 

Referenten

•    Andrea Byner-Bendig, Lead IFRS Advisor, IFRS Competence Center, Metro AG, Düsseldorf
•    Prof. Dr. Michael Dusemond, Private Hochschule Göttingen, Unternehmensberater
•    Marc Hoffmann, Product Manager Real Estate PI Cross Applications SE, SAP SE, Walldorf
•    Prof. Dr. Johannes Wirth, Saarbrücker Institut für Rechnungslegung (SIR), Saarbrücken

 

Unterlagen

Jeder Seminarteilnehmer erhält ein Seminarhandbuch (DIN A4) mit ca. 250 S. Umfang.

 

Teilnahmegebühr

EUR 700,- (zzgl. gesetzl. MwSt.)
Der Seminarpreis umfasst die Seminarunterlagen und sämtliche Verpflegungsleistungen (einschl. Erfrischungsgetränke) während der Seminarzeiten.

 

Seminarort

Maritim Düsseldorf Flughafen
40474 Düsseldorf
Tel. +49-211 52090

 

Buchung

Online-Buchungsmöglichkeit für den Termin im Mai

 

Teilnahmebedingungen

Bitte beachten Sie unsere Teilnahmebedingungen

 

Ablaufplanung des eintägigen Workshops

Ablauf IFRS 16 WS